MenschenStrom gegen Atom
Medienmitteilung von «MenschenStrom gegen Atom» vom 8. April 2010
Am Pfingstmontag, 24. Mai 2010, laden über 60 Organisationen aus 4 Ländern unter dem Motto «MenschenStrom gegen Atom» dazu ein, die Atomkraft zu verlassen. Die Stromkonzerne wollen neue Atomkraftwerke bauen. Dagegen regt sich Widerstand. Atomkraft ist teuer, dreckig und gefährlich. Zur Aktion «MenschenStrom gegen Atom» sind alle eingeladen, die eine andere, eine erneuerbare Energievision haben.
Die Atomkraft ist eine Dinosaurier-Technologie, die bald abgeschafft werden sollte. Die neuesten Berichte zu Gefährdung, Verschmutzung und Energieaufwand bei Abbau und Anreicherung des Urans geben der Bewegung Aufwind.
Der MenschenStrom startet an zwei Orten: Wer gerne ein, zwei Stunden länger wandern möchte, beginnt um zehn Uhr in Aarau; wer es etwas gemächlicher nehmen möchte, um 11.12 Uhr und 11.46 Uhr in Däniken, in Sichtweite des Atomkraftwerkes Gösgen (abgestimmt auf die Ankunft der Züge). In Mülidorf bei Gösgen/Däniken vereinigen sich die zwei MenschenStröme. Hier findet eine Startkundgebung mit Picknick statt. Unter anderem wird hier die Nationalrätin Birgit Wyss eine kurze Ansprache halten. Songpoet Aernschd Born und die Schweizer Rap-Beatbox Queen Steff la Cheffe sorgen für Unterhaltung.
Nach dem Picknick werden die Beteiligten die Atomkraft buchstäblich hinter sich lassen und sich zu Fuss Richtung Olten machen. Das Abschlussfest des MenschenStroms steht unter dem Motto «die Zukunft ist erneuerbar». Unter anderem erwartet uns auch hier mit Nationalrat Ruedi Rechsteiner eine prominente Persönlichkeit aus der politischen Mitte.
Um einen friedlichen Verlauf der Veranstaltung sicherzustellen, gelten die von den OrganisatorInnen vorgeschlagenen Gewaltfrei-Richtlinien. Der MenschenStrom ist mit den Behörden abgesprochen und findet in einem sicheren Umfeld für jung und alt statt.
Über 60 Organisationen aus der Schweiz sowie aus Frankreich, Deutschland und Österreich, haben bisher die Trägerschafts-Erklärung unterzeichnet. Mitorganisator Michael Tanner sagte: «Die Pläne der Energiekonzerne mögen im letzten Jahrhundert noch modern getönt haben. Mittlerweile sind sie veraltet: Das atomare Dinosaurier-Zeitalter ist vorbei.» Leo Scherer, Atomspezialist, ergänzte «Die Gefahr liegt darin, dass zurzeit viele Menschen in der Schweiz noch glauben, die Atomkraft lasse sich nicht durch bessere Technologien ersetzen. Darum sind die abwegigen Pläne der staatlichen Stromkonzerne nicht zu unterschätzen. Es ist jetzt wichtig, dass sich die viele Leute dagegen organisieren und vernetzen. Der MenschenStrom bietet die Gelegenheit dazu. Hier können sich Menschen begegnen, die nicht zulassen wollen, dass wir weiterhin von der Atom-Industrie bedroht werden.»
Für Interviews auf Deutsch stehen Ihnen folgende Personen zur Verfügung:
Fürs Organisationsteam: Michael Tanner 077 472 01 39
Für Fachinformationen: Leo Scherer 078 720 48 36