Die anderen Energienachrichten Newsletter Nr. 43

1. Es hat noch freie Plätze: SES-Veranstaltung zum Thema DESERTEC
2. Jetzt lesen: Energie und Umwelt 1/2010 zum Thema Atommüll
3. Atomkraftwerke taugen nicht als Brücke
4. Das Nagra-Konzept löst das Problem nicht
5. McKinsey: 25´000 neue Arbeitsplätze dank Energieeffizienz und Erneuerbaren
6. Bitte beitreten: Die SES ist jetzt auf Facebook
7. Premiere: «Die leuchten in der Nacht» von Gerhard Meister
8. MenschenStrom gegen Atom
9. Dschungel-statt-Öl - lasst den Saft im Boden
10. Die KWO gibt nicht auf - die Atom- und Kohlestromveredelung geht weiter



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1. Es hat noch freie Plätze: SES-Veranstaltung zum Thema DESERTEC

Am Donnerstag, 25. März 2010, um 19.15 Uhr können sich Interessierte zum Thema «Sonnenstrom aus der Wüste - Illusion oder sinnvolle Alternative?» informieren. Dabei geht es um Fragen wie: Kann und soll Desertec nordafrikanischen Wüstenstrom in die Schweiz bringen? Und ist das technisch realistisch? Welche «Nebenwirkungen» könnte das Projekt haben? Und ist es grundsätzlich richtig, benötigte «Ressourcen» im Süden abzapfen zu wollen? Oder wird der Ausbau der einheimischen erneuerbaren Energien dadurch gebremst?
Als Referent ist Aeneas Wanner, Energie Zukunft Schweiz eingeladen. Am Podium teilnehmen werden ausserdem: Christine Eberlein, EvB, Samuel Leupold, BKW und Thomas Nordmann, TNC.

» Anmeldung und weitere Informationen hier


2. Jetzt lesen: Energie und Umwelt 1/2010 zum Thema Atommüll

Wie soll richtig mit giftigem Atommüll umgegangen werden. Diese Frage wird aus verschiedensten Perspektiven im neuen Heft «Atommüll - vergraben und vergessen?» beleuchtet. Lesen Sie das Heft noch heute und gewinnen Sie neue Erkenntnisse. Beispielsweise von Paul Bossart, Leiter des Opalinuston-Versuchslabor Mont Terri, der sagt: «Ich bin mir gar nicht sicher, ob es das richtige Material (um den Müll einzupacken, Anm. d. Red.) überhaupt gibt», oder von Udo Dettmann, Koordinationskreis Asse II: «Ein sicheres Lager gibt es nicht - sicher ist nur das Risiko».
Wir wünschen eine spannende Lektüre, Ihr E&U-Redaktionsteam.

» Heft-Download hier


3. Atomkraftwerke taugen nicht als Brücke

Ein neues Gutachten aus Deutschland zeigt: Längere Laufzeiten von AKW, oder zusätzliche Kohlekraftwerke sind nicht mit dem Ausbau erneuerbarer Energien vereinbar.

» Mehr dazu hier


4. Das Nagra-Konzept löst das Problem nicht

Am 26. Februar 2010 hat das Eidgenössische Nuklearsicherheits- Inspektorat ENSI zu den von der Nagra vorgeschlagenen Atommüllstandorten Stellung genommen. Doch mit der laufenden Standortdiskussion geht das wichtigste vergessen: Es gibt noch viel zu viele unbeantwortete Fragen, als dass ein Lager sicher sein könnte - unabhängig vom Standort. Das Atommüllproblem ist nicht gelöst.

» SES-Medienmitteilung hier


5. McKinsey: 25´000 neue Arbeitsplätze dank Energieeffizienz und Erneuerbaren

Erneuerbare Energien als Wettbewerbsfaktor und Chance für die Schweizer Wirtschaft? Dies untersuchte McKinsey in ihrer neusten Studie. Das Resultat: Energieeffizienz-Massnahmen und die Förderung von Schweizer Unternehmen, die im Bereich Energieeffizienz- und erneuerbare Energien tätig sind, könnten bis 2020 Treibhausgas-Emissionen senken, einen Beitrag zur Energieversorgung leisten und mehr als 25'000 neue Arbeitsplätze in der Schweiz generieren.

» Mehr dazu hier


6. Bitte beitreten: Die SES ist jetzt auf Facebook

Es ist soweit: Die Schweizerische Energie-Stiftung hat eine eigene Facebook-Seite. Hier können Interessierte ab sofort Veranstaltungen oder die neueste Medienberichterstattung anschauen. Ihre Beiträge sind ebenfalls herzlich willkommen! Treten Sie hier der Gruppe bei.

» Mehr Infos hier


7. Premiere: «Die leuchten in der Nacht» von Gerhard Meister

Es gibt einen einzigen politischen Entscheid, mit dem die Zerstörung des ganzen Landes bewusst in Kauf genommen wird, den Entscheid, Atomkraftwerke zu betreiben oder neu zu bauen. Mit diesem Thema setzt sich das Theater Marie auseinander. Und beschreitet neue Wege. Das Stück verschränkt die Geschichten seiner Figuren zu einem Bild der Schweiz, Jahrzehnte nach dem grossen Unfall in einem der Atomkraftwerke. Es mischen sich dabei absurde und auf ihre Weise auch komische Begegnungen mit Szenen des Zerfalls und beckettartigen Endspielsituationen.

» Mehr zum Theater hier


8. MenschenStrom gegen Atom

Axpo, Alpiq und die BKW haben drei Gesuche für den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz eingereicht. Engagierte haben beschlossen: Jetzt reicht es! Und organisieren eine Grossaktion gegen AKW und für erneuerbare Energien. Diese Aktion, der «MenschenStrom gegen Atom», findet am Pfingstmontag, 24. Mai 2010, statt und führt von Aarau (Sportliche) bzw. Däniken (Gemächlichere) über Mülidorf (Gösgen) bis nach Olten. Start ist um 10 Uhr am Bahnhof Aarau oder um 11.16/11.46 Uhr am Bahnhof Däniken.

Mehr Infos zum Marsch hier


9. Dschungel-statt-Öl

Zwischenzeitlich stand das ecuadorianische Projekt «Dschungel-statt-Öl» schwer auf der Kippe, nun gewinnt es scheinbar wieder an Schwung. Es ist das bisher einzige Projekt weltweit, welches konsequent am Beginn der verhängnisvollen Kette der Nutzung der endlichen, klimaschädlichen fossilen Energieträger ansetzen will. Nur Öl, welches im Boden bleibt und nicht gefördert wird, kann auch das Klima nicht schädigen. Angesichts von Peak Oil und der damit einhergehenden Verknappung von Öl, sowie den global zurückgehenden Investitionen in neue Förderanlagen, dürfen wir aber gespannt sein, wie lange dieses ecuadorianische Öl wirklich im Boden bleiben wird. Unsere Weltwirtschaft ist so massiv abhängig vom schwarzen Saft, dass um die letzten Tropfen viel eher Kriege geführt werden, als dass sie freiwillig im Boden belassen werden.

» Infos zum Dschungel-statt-Öl Projekt hier

» Infos zu den anscheinend fehlenden Investitionen hier


10. Die KWO gibt nicht auf - die Atom- und Kohlestromveredelung geht weiter

Nachdem die Kraftwerke Oberhasli (KWO), eine Tochter der Bernischen Kraftwerke (BKW) und der drei städtischen EWs von Zürich, Basel und Bern vor einem Jahr, aufgrund einer Klage der Umweltverbände unter anderem der SES, mit ihrem Projekt KWO+ vor Bundesgericht gescheitert sind, wollen sie nun scheinbar vollständig auf die energievernichtende Pumpspeicherung setzen. Wie der Berner Zeitung vom 5. März zu entnehmen ist, planen die KWO nun ein Mega-Pumpspeicher Projekt mit einer Leistung von mehreren hundert Megawatt. Dass Pumpspeicherung mehr Energie vernichtet als generiert, scheinen nach wie vor die wenigsten zu wissen. Bereits der erste Satz im erwähnten Artikel verdreht die Tatsachen gewaltig, denn es ist die Rede von Energiegewinnung. Aber mit dem Projekt wird praktisch ausschliesslich französischer Atomstrom oder deutscher und tschechischer Kohlestrom veredelt. Das Pumpspeicherwerk dient als reine Gelddruckmaschine um die Finanzen für das geplante Atomkraftwerk Mühleberg II zu generieren. So ist das.

» Link zum Artikel in der Berner Zeitung hier

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