Atomkraftwerke taugen nicht als Brücke

Ein neues Gutachten aus Deutschland zeigt: Längere Laufzeiten von AKW oder zusätzliche Kohlekraftwerke sind nicht mit dem Ausbau erneuerbarer Energien vereinbar.

Mit dem am 1. März veröffentlichten Gutachten widerspricht die deutsche Ökobranche der Bundesregierung, die die Atomenergie als «Brückentechnologie» in eine ferne Zukunft ansieht, in der Strom vollständig ohne fossile Brennstoffe erzeugt wird.

Gefragt sind flexible Kraftwerke
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) zeigen mit dem Gutachten, dass sich eine Laufzeitverlängerung nicht als Brücke, sondern als Sackgasse für die Erneuerbaren erweisen würde. «Der klassische Grundlastbereich für konventionelle Kraftwerke löst sich auf», sagte Autor Michael Sterner vom Kasseler Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES). «Was wir in Zukunft benötigen, sind flexible Kraftwerke für die Mittel- und Spitzenlast, die schnell an- und abgefahren werden können.» So könnten Gaskraftwerke Schwankungen im Netz ausgleichen. Die Leistung von Atom- und Kohlekraftwerken könne nicht schnell genug gesteuert werden.

» zur Studie der Deutschen Umwelthilfe hier

» zur Versorgung der Schweiz mit Erneuerbaren hier

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