Die anderen Energienachrichten Newsletter Nr. 40

1. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
2. Stromriesen wollen sich nicht einigen
3. Aktueller Stand der Klimakonferenz in Kopenhagen 
4. BKW ziehen sich aus Kohlekraftwerk zurück
5. Veranstaltungshinweis: Ethik-Forum Luzern

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1. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
Gerne bedanken wir uns bei Ihnen für Ihre grossartige Unterstützung als Mitglied, Spender, Abonnentin und für Ihre aktive Mithilfe im vergangenen Jahr. Auch nächstes Jahr werden wir für Sie am Ball bleiben und uns für eine Energiezukunft aus erneuerbaren Energien einsetzen. Dafür sind Projekte, Kampagnen und Veranstaltungen geplant, über die wir Sie selbstverständlich früh genug informieren werden. Unsere Geschäftsstelle bleibt vom 24. Dezember 09 bis am 3. Januar 2010 geschlossen. Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins 2010. Ihr SES-Team.

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2. Stromriesen wollen sich nicht einigen
Im Streit um die Standorte neuer AKW wird es in diesem Jahr keine Einigung mehr geben. Zwar betonten die Stromkonzerne im Oktober gegenüber der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerats (Urek-S) stark, dass man sich (von drei) auf zwei neue AKW einigen wolle. Kurze Zeit später zerfleischten sich die Konzerne in den Medien. Die Stromkonzerne Axpo, BKW und Alpiq begründen den Bau von neuen AKW jeweils mit ihrem Verfassungsauftrag der Versorgungssicherheit. Dem ist allerdings nicht (nur) so: Die Stromriesen stehen unter Konkurrenzdruck. Um die Macht auf dem Markt zu halten, will jeder seinen eigenen Reaktor. Mit Versorgungssicherheit hat das nichts zu tun. Um diese zu gewährleisten, braucht es keine neuen Atomkraftwerke.

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3. Aktueller Stand der Klimakonferenz in Kopenhagen
Zurzeit findet in Kopenhagen die für die Menschheit wohl wichtigste internationale Konferenz der letzten Jahrzehnte statt. Wenige Stunden vor dem Ende des Klimagipfels stehen die Verhandlungen vor dem absoluten Desaster. Die internationale Weltgemeinschaft scheint (noch) nicht willens, die Dramatik des stattfindenden Klimawandels wirklich zu erkennen und dementsprechend zu handeln.
Immerhin handeln Bundesrat Leuenberger und die SBB auf der symbolischen Ebene richtig. Mit dem SBB-Klimazug fuhr Leuenberger gestern Nacht nach Kopenhagen und nahm im Zug gleich noch die Klimafahne der Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik mit über 10‘000 Unterschriften mit. Unterschriften, die von der Schweiz die notwendige CO2-Emissions-Reduktion von mindestens 40 Prozent bis 2020 im Inland fordern. Diese Reduktion ist notwendig, um überhaupt noch annähernd das anerkannte 2 Grad-Ziel erreichen zu können.

» Mehr Infos zur Reise der Klimafahne nach Kopenhagen hier

Inzwischen ist sonnenklar: Die Schweiz wird die Kyoto Ziele bei weitem verfehlen. Sie wird diese höchstens mittels buchhalterischen Tricks kommunikativ erreichen, aber nicht real. Real sind die Treibhausgasemissionen in der Schweiz nicht – wie gemäss Kyoto-Protokoll um 8 Prozent seit 1990 gesunken – sondern konstant geblieben. Nun behauptet das BAFU, die Schweiz könne ihre Ziele trotzdem erreichen. Das Bundesamt rechnet so genannte Waldsenken an, eine höchst unsichere und nicht nachhaltige Methode, und kauft sich mittels CO2-Zertifikaten von Ihren Verpflichtungen frei. So geht das in der Schweiz.

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Trotz allem, oder gerade aufgrund dieses globalen Desasters zeigen die NGOs in Kopenhagen Stärke. Die Stärke eines eindrücklichen, zivilgesellschaftlichen Engagements und einer vielfältigen und kreativen Bewegung, die sich momentan in Kopenhagen an Aktionen, Demonstrationen manifestiert.

» Schauen Sie sich die Aktionen, Bilder, Beiträge und Filme hier an

4. BKW ziehen sich aus Kohlekraftwerk zurück
Die BKW FMB Energie AG ist aus dem Kohlekraft-Projekt in Dörpen ausgestiegen. Ein erster Schritt gegen die grössten Klimasünder der Welt ist nun getan. Jetzt muss der Berner Stromversorger auch noch das Kohlekraftwerkprojekt in Wilhelmshaven begraben und sich vom Atomkraftwerk Mühleberg verabschieden, dann wird auch die BKW in einer sauberen Gegenwart angekommen sein.

» Der SES-Medienkommentar

5. Veranstaltungshinweis: Ethik-Forum Luzern
Am 26. Februar 2010 findet in Luzern das Ethik-Forum statt. Verschiedene ReferentInnen beleuchten die Frage «Masslosigkeit oder hin zu einem global verträglichen Lebensstil» von verschiedenen Seiten. Mit dabei ist auch Prof. Elmar Altvater mit dem Thema «Weg vom Öl, doch wohin?».

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