Die Schweiz und die schmutzige Kohle
Medienmitteilung der Deutschen Klimaallianz
Berlin, 25.11.2009 – Die Schweiz will neue Kohlekraftwerke in Deutschland bauen. Betroffene Deutsche Bürgerinnen und Bürger bitten um Klima-Asyl in der Schweiz.
Dörpen, Lünen und Brunsbüttel gehören nicht gerade zu den bekanntesten deutschen Städten. Aber sie haben eines gemeinsam: Schweizer Energieunternehmen beteiligen sich dort an riesigen Kohlekraftwerksprojekten, die Unmengen des Klimakillers CO2 ausstossen werden. In Deutschland gibt es gegen die Kraftwerksprojekte heftigen Protest der Bevölkerung.
Mit einer spektakulären Aktion werden deshalb am 25. November vor der Schweizer Botschaft in Berlin Kohlekraftgegner aus den jeweiligen Städten und Gemeinden gemeinsam mit dem breiten deutschen Bündnis die Klima-Allianz und den Umweltverbänden WWF und BUND vor der Schweizer Botschaft protestieren. Sie werden direkt vor der Schweizer Botschaft symbolisch mit Tonnen dreckiger Kohle zugeschüttet und danach vor den Toren der Botschaft ein Asylgesuch bei den Eidgenossen stellen.
Keine Form der Stromerzeugung belastet das Klima mehr als die Verbrennung von Kohle. Werden die geplanten Projekte mit Schweizer Beteiligung realisiert, sind es in Deutschland Kohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 4,260 Megawatt (4,2 Gigawatt). Zusammen werden sie jährlich 24,6 Millionen Tonnen CO2 produzieren. Zum Vergleich: Heute verursacht die Schweiz nach offiziellen Angaben pro Jahr 40 Millionen Tonnen CO2.
Besonders brisant: In der Schweiz haben strenge Klimaschutzauflagen den Bau neuer Kohlekraftwerke längst unrentabel gemacht. So muss von Basel bis Lausanne jede in die Atmosphäre gepustete Tonne CO2 mit Massnahmen zum Klimaschutz ausgeglichen werden.
Wir fordern: Stoppt den Schweizer Kohledreck!
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