Nationales Klimafest auf dem Bundesplatz

Medienmitteilung der Klimaallianz

Bern, 17. Oktober 2009 – 3’500 Festbesucher und -besucherinnen fordern aktiven Klimaschutz vom Bundesrat. Die Verantwortlichen der Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik sind hoch erfreut über das erste nationale Klimafest. Trotz schlechtem Wetter sind über 3500 Menschen nach Bern gekommen. Die Schweizerfahne – mit über 10’000 persönlichen Statements für einen wirkungsvollen Klimaschutz aus der ganzen Schweiz – wurde symbolisch dem Bundesrat übergeben. Patrick Hofstetter, Sprecher der Klimaallianz wird sie zusammen mit anderen Mitgliedern der Klimaallianz an der entscheidenden UNO-Klimakonferenz präsentieren.
Die Fahne reiste in den letzten Wochen und Monaten durch die ganze Schweiz. Tausende von Menschen hinterliessen auf der Fahne eine Unterschrift oder ihren Wunsch für einen wirksamen Klimaschutz. Die «Klimafahne» wird im Dezember nach Kopenhagen fahren, damit die Stimme der Schweizer Bevölkerung an dieser Konferenz zu hören ist.

Im Namen der Klimaallianz erklärte Patrick Hofstetter: «Die Vertreter und Vertreterinnen der Klimaallianz fühlen sich ermutigt vom heutigen Tag und werden die kommenden 50 Tage benutzen, um den Bundesrat zu überzeugen, in Kopenhagen kompromisslos für substanzielle Klimaschutzziele zu kämpfen. Die Zeit für Wischi-Waschi Politik ist vorbei!»

ETH-Klimaforscher, IPCC-Autor und Nobelpreisträger Andreas Fischlin ist überzeugt, dass wir die Herausforderung des Klimawandels erfolgreich meistern können, vorausgesetzt der politische Wille ist vorhanden: «Anspruchsvolle Ziele helfen, die erforderlichen Kräfte, auch die marktwirtschaftlichen, zu mobilisieren, damit wir unsere Zivilisation auf klimafreundlich umzubauen beginnen und ein wirksamer Klimaschutz gelingt.» Als Bassist der Schlussband «Not the Sensational Alex Harvey Band» liess er kein Zweifel, an seinem Willen. Sibyl Anwander, Leiterin Qualität und Nachhaltigkeit bei Coop, berichtete über das umfassende Klimaschutz-Engagement von Coop. Die Grundhaltung der Firma beschrieb sie folgendermassen: «Coop hat nicht nur die Vision, bis 2023 in den von ihr direkt beeinflussbaren Bereichen CO2-neutral zu werden, sondern legt auch einen konkreten Umsetzungsplan vor.» Als Vertreterin der Allianzmitglieder aus der Romandie forderte Ester Wolf vom Bundesrat, dass er sich für ein starkes und gerechtes Kopenhagen-Abkommen engagiert. Der Schriftsteller Daniel de Roulet, der aufgrund eines Todesfalls kurzfristig absagen musste, verwies in einer schriftlichen Erklärung auf den Zusammenhang von Klima, Politik und Wirtschaft: «Für einen Planeten mit Zukunft müssen die Abhängigkeiten zwischen Handel, Klima und Politik offener und klarer dargestellt werden. Diese Verflechtungen zeigen: Klimaschutz ist vor allem auch eine Frage der Gerechtigkeit.» Den Abschluss bildeten Alice Galizia und Adrian Pasquinelli, Schüler/-innen des Gymnasium Bern Neufeld. Sie entliessen die Kundgebungsteilnehmer und –teilnehmerinnen mit einer eindringlichen Mahnung: «Die Welt, die die Politiker von heute nicht schützen, können die Menschen von morgen nicht mehr retten.»

www.stimmenfuersklima.ch

Kontakpersonen:
Patrick Hofstetter, WWF Schweiz (dt./e) 076 305 67 37

Rosmarie Bär (nicht Baer), Alliance Sud, Tel 079 506 40 66
Stéphanie Penher, Grüne (frz.) 079 711 19 15
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Daria Lepori, Fastenopfer (ital.) 079 755 78 58
Kurt Zaugg, oeku (dt) 076 531 26 00
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