Fachtagung 2009
Klimawandel, Peak Oil und Wirtschaftskrise
» Medienmitteilung
» Präsentationen und Referate an der Fachtagung
» Pressebild Fachtagung
» Pressebild Präsident SES, Geri Müller
» Pressebild Dennis Meadows - Rede
» Pressebild Dennis Meadows - "exercise"
„Die Arche Noah musste gebaut werden, bevor es zu regnen begann“
Die Schweizerische Energie-Stiftung SES wagte sich anlässlich der diesjährigen Fachtagung an das Tabuthema Wachstumsgrenzen und verbindet es mit Peak Oil und Klimaerwärmung. WissenschaftlerInnen und PolitikerInnen diskutierten diese kontroverse Thematik an einer mit 250 Personen sehr gut besuchten Tagung. Fazit: ‚Weiter wie bisher’ geht nicht. Dazu fehlen uns das (billige) Öl und zwei Planeten.
Das System Erde ist begrenzt, Ressourcen sind endlich. Aber jedes Jahr wächst die Weltwirtschaft um 1 bis 2 Prozent. Diese Rechnung geht nicht auf. Es fehlen die Ressourcen, vor allem die endlichen Energieressorcen von denen wir uns auf Gedeih und Verderb abhängig gemacht haben. Erdöl und Erdgas, die fossilen Energieträger, von denen die Schweiz am meisten abhängig ist, gehen immer schneller zu Neige. Das entbindet aber keinesfalls vor einem wirkungsvollen, zwingend notwendigen Klimaschutz. „Die Schweiz ist besonders empfindlich, was den Klimawandel betrifft“, sagt Patrick Hofstetter, Leiter Klimapolitik WWF Schweiz.
„Wachstum“ ist die Messlatte unserer Marktwirtschaft. Geri Müller, der Präsident der SES, stellte fest: Unbegrenztes Wachstum gibt es eigentlich gar nicht - weder in der Natur noch sonstwo. Die Herausforderung ist, vom heutigen materiellen Wachstum weg zu kommen, ohne dass wir selber hinter den Berg sehen können. „Die Arche Noah musste auch gebaut werden, bevor es zu regnen begann“, sagt Prof. Dr. Klaus Bitzer, Universität Bayreuth und ASPO-Vorstand.
Zwischen 2020 und 2050 wird die Grenze des Wachstums erreicht sein, so Prof. Dr. Dennis Meadows. Er hat klar gemacht, dass wir mit Technologie allein keine Chance haben. Wir müssen vor allem unser Verhalten ändern.
Die wichtigsten Erkenntnisse der Fachtagung „Klimawandel, Ölknappheit, Wirtschaftskrise – Zeit für eine Wachstumsdebatte!“ sind die Folgenden:
1. Wir brauchen ein neues Messkonzept für qualitatives Wachstum/Entwicklung.
2. Peak Oil löst unser Klimaproblem nicht.
3. Easy Oil und easy Gas ist vorbei.
4. Mit Technik allein schaffen wir es nicht.
5. Ein anderer Umgang mit Ressourcen ist nötig.
Sämtliche Unterlagen zur SES Fachtagung inklusive den Referaten sind auf unserer Website einsehbar. In Bälde erscheint auch ein Tagungsband, welcher übers Internet bestellt werden kann.
Weitere Informationen:
Bernhard Piller, Projektleiter 044 271 54 64, 079 823 64 93