Die Schweiz braucht ein besseres CO2-Gesetz

26. Feb. 2009. Würde das CO2-Gesetz nach den Vorschlägen des Bundesrates revidiert, so verfehlt die Schweiz das wissenschaftlich notwendige und von der «Volksinitiative für ein gesundes Klima» geforderte Reduktionsziel bei Weitem. Der Verein Klima-Initiative akzeptiert diese Varianten als Gegenvorschlag nicht und verlangt vom Bundesrat, eine neue Variante vorzulegen. Diese muss sich an den wissenschaftlichen Fakten orientieren und die Verantwortung der Schweiz berücksichtigen. Ausserdem zeigte der Verein heute in einer Studie auf, dass sich der Sekundärnutzen von Emissionsreduktionen auf die Volksgesundheit mit bis zu 800 Millionen Franken Einsparungen pro Jahr auswirkt.

>> Download Referat B. Piller SES (PDF)
>> Download Referat K. Schuler (PDF)
>> Download vollständige Vernehmlassungsantwort Verein Klima-Initiative (PDF)
„Die Schweiz braucht ein CO2-Gesetz, das diesen Namen auch wirklich verdient und Wirkung zeigt“, sagt Thomas Vellacott, Präsident des Vereins Klima-Initiative. „Mit beiden Varianten erzielt die Schweiz ihren nötigen Beitrag an die Lösung des weltweiten Klimaproblems nicht.“ Als Gegenvorschlag zur Klima-Initiative sind daher beide Varianten inakzeptabel. Forschungsresultate zeigen, dass die Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur gegenüber vorindustrieller Zeit 2 Grad Celsius nicht übersteigen darf, um die gravierendsten Folgen des Klimawandels zu verhindern. Um diesen Pfad zu verfolgen, braucht es das von der «Volksinitiative für ein gesundes Klima» geforderte Reduktionsziel von mindestens 30 Prozent im Inland.

Die Schweiz trägt als Industrieland die volle Mitverantwortung für die jetzige hohe CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Sie ist deshalb verpflichtet, einen echten Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase zu leisten indem sie ihre inländischen Emissionen auch im Inland reduziert. Die Bundesratsvorschläge aber schreiben ein Mini-Reduktionsziel von faktisch null bis 15 Prozent im Inland vor.

Eine ambitiöse Klimapolitik bringt ökologische und auch ökonomische Vorteile. Durch CO2-Reduktionen profitiert beispielsweise auch die Volksgesundheit. Die heute publizierte Studie zeigt, dass eine aktive Klimapolitik auch die Luftschadstoffemissionen reduziert und damit erhebliche Schäden an Gesundheit, Material und Ernte verhindert. Sparen wir bei 20 Prozent CO2-Reduktion bis im Jahr 2020 jährlich 174 Millionen Franken, so sind es im selben Zeitraum bei 30 Prozent 540 Millionen und bei 40 Prozent 800 Millionen Franken pro Jahr. Dass die Schweiz besonders grosse CO2-Emissions-Reduktionspotentiale in den Sektoren Gebäude (u.a. dank effizienteren Heizungen und besserer Isolationen) und Strassenverkehr (saubere Fahrzeuge und Verkehrsverlagerung auf die Bahn) hat, die volkswirtschaftlich nutzen, zeigt eine kürzlich publizierte Studie von McKinsey .

Ende der Vernehmlassung: 17. März 2009
Diese Medienmitteilung, den Initiativtext, die Studie „Reduktion von CO2-Emissionen und ihr Sekundärnutzen“ sowie die Vernehmlassungsantwort des Vereins Klima-Initiative finden Sie in der Rubrik Medien auf www.klimainitiativeja.ch

Kontakt:
Thomas Vellacott, Präsident Verein Klima-Initiative, 079 291 95 72, thomas.vellacott@wwf.ch
Miriam Behrens, Vizepräsidentin Verein Klima-Initiative, 079 750 48 77, miriam.behrens@gruene.ch

Vorstand der Klima-Initiative:
Alpen-Initiative
Greenpeace
Grüne Schweiz
Ecologie libérale
Schweizerische Energiestiftung SES
Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband
SP Schweiz
VCS
WWF Schweiz

Mitglieder des Trägervereins:
• Alpen-Initiative
• arbeitskreis tourismus & entwicklung
• Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz
• Bethlehem Mission Immensee
• Bioterra
• CIPRA Schweiz
• Club der Autofreien der Schweiz CAS
• Ecologie libérale
• Erklärung von Bern
• EVP Schweiz
• Fussverkehr Schweiz
• Greenpeace Schweiz
• Grüne Schweiz
• Grünliberale Partei Schweiz
• Hausverein Schweiz
• Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung
• Junge Grüne
• JungsozialistInnen Schweiz JUSO
• Naturfreunde Schweiz
• Ökozentrum Langenbruck
• Oeku Kirche und Umwelt
• Pro Natura - Schweizerischer Bund für Naturschutz
• PRO VELO Schweiz
• Schweizerische Energiestiftung SES
• Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband SEV
• Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz
• SKF/Schweizerischer Katholischer Frauenbund
• SP Schweiz
• SSES - Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie
• Umverkehr
• VCS
• Vereinigung Bündner Umweltorganisationen
• WWF Schweiz
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