Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapoltitk
Medienmitteilung vom 25. November 2008Klimaschutz und Gerechtigkeit gehen Hand in Hand - Grundlagen für ein wirkungsvolles, zukunftsfähiges CO2-Gesetz
Am Mittwoch diskutiert der Bundesrat die Revision des CO2-Gesetzes. Die Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik fordert, dass Gerechtigkeit gegenüber den Ländern und den Menschen des Südens Grundlage des revidierten Gesetzes bildet. Der Gefahr einer sich in rasantem Tempo erwärmenden Erde ist mit ambitionierten Emissions-Reduktionsschritten der Industrieländer zu begegnen. Dazu legt die Klima-Allianz ein Anforderungspapier vor. Die unabdingbare Vorgabe heisst: Die Klima-Erwärmung muss unter 2 Grad bleiben. Dies bedeutet unter anderem eine Reduktion der schweizerischen Treibhausgas-Emissionen um mindestens 40 Prozent bis 2020.
Die diesen Monat zu eröffnende Vernehmlassung zur Revision des CO2-Gesetzes startet die entscheidende Diskussion über die Klimapolitik der Schweiz bis 2020 und stellt die Weichen für den Beitrag der Schweiz an die internationale Klimapolitik.
Der Klimawandel verläuft weit schneller als der Weltklimarat in seinem 2007 veröffentlichten UN-Klimabericht prognostizierte. Die weltweiten CO2-Emissionen müssen spätestens 2015 ihren Höhepunkt erreichen und danach rasch sinken. Nur so kann die von der Klimawissenschaft als maximal tragbar definierte Grenze von 2 Grad Erderwärmung eingehalten werden. Das verlangt von den Industrieländern, die ihre rasante wirtschaftliche Entwicklung der letzen 150 Jahre einem immensen Konsum fossiler Energien verdanken, Reduktionsschritte von 40 % bis 2020 (gegenüber dem Stand von 1990).
Das gilt auch für die Schweiz! Die Emissionen sind vollständig im Inland zu reduzieren. Zusätzlich sind die von der Schweiz im Ausland verursachten grauen Emissionen in ähnlicher Grössenordnung zu senken. Um den ärmsten und am stärksten betroffenen Ländern die Anpassung an den Klimawandel zu ermöglichen und die weltweite Abholzung zu stoppen, ist finanzielle und technologische Unterstützung der Industrieländer zwingend. Nur mit solchen Reduktionen und Massnahmen ermöglichen die industrialisierten Länder den Entwicklungs- und Schwellenländern eine wirtschaftliche Entwicklung und damit globale Gerechtigkeit. Auf dieser Basis bestünde die Chance, dass sich die bisher benachteiligten Länder am entscheidenden Klimagipfel 2009 in Kopenhagen in die Verhandlungen einbinden lassen und eine wirksame globale Klima-Politik bis 2020 beschlossen werden kann.
Laut Rosmarie Bär, Sprecherin der Klima-Allianz, hat die Schweiz mit der Revision des CO2-Gesetzes die Möglichkeit und die Pflicht, für eine eigene wirksame Klimapolitik zu sorgen und damit ein Zeichen auf internationaler Ebene zu setzen. Als reiches Land müsse die Schweiz vorangehen und dem Begriff Gerechtigkeit durch ihr Handeln Substanz verleihen.
Die Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik – ein Zusammenschluss von 54 Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Kirche, Gesundheit, Fachverbänden, Gewerkschaften sowie Umwelt- und Konsumentenschutz – fordert von Bundesrat und Wirtschaft, die gefährlich voran schreitende Klimaveränderung endlich gebührend zur Kenntnis zu nehmen, das Feilschen um Details zu beenden und sich mit einem starken Reduktionsvorschlag an die Spitze der Verhandlungspartner zu stellen. Das Papier „Anforderungen an die Klimapolitik 2020 der Schweiz“ liefert dazu die Grundlage.
>> Download Grundlagenpapier der Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapoltik deutsch
>> Download Medienmitteilung français
>> Download Grundlagenpapier der Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik français
Weitere Informationen:
Rosmarie Bär, Alliance Sud, Tel. 031 390 93 32 oder 079 506 40 66
Bernhard Piller, SES, Tel. 044 271 54 64
Patrick Hofstetter, WWF Schweiz, Tel. 076 305 67 37
Anhang: die 54 Organisationen der Klima-Allianz
Mitglieder der Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik
ACSI – Associazione Consomatrici della Svizzera italiana
Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (AEE)
Alliance Sud (Arbeitsgemeinschaft Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle, Helvetas, Caritas, Heks)
Alpen-Initiative
Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz
ATTAC Schweiz
Bethlehem Mission Immensee
Biomasse Schweiz
Brot für alle
Bruno Manser Fonds (BMF)
CIPRA Schweiz – Internationale Alpenschutzkommission
Claro fair trade AG
Coordination Energie
DM – échange et mission
ECOPOP – Vereinigung Umwelt und Bevölkerung
Equiterre – Partnerin für nachhaltige Entwicklung
Erklärung von Bern
Fédération romande des consommateurs – FRC
FiBL – Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Forum Jugendsession
gibbeco-genosschenschaft information baubiologie
Greenpeace
Grüne Partei der Schweiz
Hausverein Schweiz HVS
Holzenergie Schweiz
INWO – Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung
Minergie – Mehr Lebensqualität, tieferer Energieverbrauch
Mountain Wilderness Schweiz
My Climate
Naturfreunde Schweiz
Oekozentrum Langenbruck
oeku Kirche und Umwelt
PanEco – Stiftung für nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch
Pro Natura – Für mehr Natur überall.
Rheinaubund – Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Natur und Heimat
SES – Schweizerische Energie-Stiftung
Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband SEV
SGB – Schweizerischer Gewerkschaftsbund
SKF – Schweizerischer Katholischer Frauenbund
SolarSpar
SP Schweiz
SSES – Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie
SSF – Schweizerischer Schutzverband gegen Flugemissionen
Schweizer Vogelschutz SVS / BirdLife Schweiz
SKS – Stiftung für Konsumentenschutz
Swiss – éole
Swissaid – Hilfe die weiterhilft
SWISSOLAR – das Netzwerk für Wärme und Strom von der Sonne
Travail.Suisse – Dachorganisation der Arbeitnehmenden
UmverkehR – Zukunft inkl.
VBU – Vereinigung Bündner Umweltorganisationen
VCS – Verkehrs-Club der Schweiz
VKMB Kleinbauern-Vereinigung
WWF – for a living planet
Der Klimawandel verläuft weit schneller als der Weltklimarat in seinem 2007 veröffentlichten UN-Klimabericht prognostizierte. Die weltweiten CO2-Emissionen müssen spätestens 2015 ihren Höhepunkt erreichen und danach rasch sinken. Nur so kann die von der Klimawissenschaft als maximal tragbar definierte Grenze von 2 Grad Erderwärmung eingehalten werden. Das verlangt von den Industrieländern, die ihre rasante wirtschaftliche Entwicklung der letzen 150 Jahre einem immensen Konsum fossiler Energien verdanken, Reduktionsschritte von 40 % bis 2020 (gegenüber dem Stand von 1990).
Das gilt auch für die Schweiz! Die Emissionen sind vollständig im Inland zu reduzieren. Zusätzlich sind die von der Schweiz im Ausland verursachten grauen Emissionen in ähnlicher Grössenordnung zu senken. Um den ärmsten und am stärksten betroffenen Ländern die Anpassung an den Klimawandel zu ermöglichen und die weltweite Abholzung zu stoppen, ist finanzielle und technologische Unterstützung der Industrieländer zwingend. Nur mit solchen Reduktionen und Massnahmen ermöglichen die industrialisierten Länder den Entwicklungs- und Schwellenländern eine wirtschaftliche Entwicklung und damit globale Gerechtigkeit. Auf dieser Basis bestünde die Chance, dass sich die bisher benachteiligten Länder am entscheidenden Klimagipfel 2009 in Kopenhagen in die Verhandlungen einbinden lassen und eine wirksame globale Klima-Politik bis 2020 beschlossen werden kann.
Laut Rosmarie Bär, Sprecherin der Klima-Allianz, hat die Schweiz mit der Revision des CO2-Gesetzes die Möglichkeit und die Pflicht, für eine eigene wirksame Klimapolitik zu sorgen und damit ein Zeichen auf internationaler Ebene zu setzen. Als reiches Land müsse die Schweiz vorangehen und dem Begriff Gerechtigkeit durch ihr Handeln Substanz verleihen.
Die Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik – ein Zusammenschluss von 54 Organisationen aus den Bereichen Entwicklung, Kirche, Gesundheit, Fachverbänden, Gewerkschaften sowie Umwelt- und Konsumentenschutz – fordert von Bundesrat und Wirtschaft, die gefährlich voran schreitende Klimaveränderung endlich gebührend zur Kenntnis zu nehmen, das Feilschen um Details zu beenden und sich mit einem starken Reduktionsvorschlag an die Spitze der Verhandlungspartner zu stellen. Das Papier „Anforderungen an die Klimapolitik 2020 der Schweiz“ liefert dazu die Grundlage.
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Weitere Informationen:
Rosmarie Bär, Alliance Sud, Tel. 031 390 93 32 oder 079 506 40 66
Bernhard Piller, SES, Tel. 044 271 54 64
Patrick Hofstetter, WWF Schweiz, Tel. 076 305 67 37
Anhang: die 54 Organisationen der Klima-Allianz
Mitglieder der Allianz für eine verantwortungsvolle Klimapolitik
ACSI – Associazione Consomatrici della Svizzera italiana
Agentur für erneuerbare Energien und Energieeffizienz (AEE)
Alliance Sud (Arbeitsgemeinschaft Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle, Helvetas, Caritas, Heks)
Alpen-Initiative
Ärztinnen und Ärzte für Umweltschutz
ATTAC Schweiz
Bethlehem Mission Immensee
Biomasse Schweiz
Brot für alle
Bruno Manser Fonds (BMF)
CIPRA Schweiz – Internationale Alpenschutzkommission
Claro fair trade AG
Coordination Energie
DM – échange et mission
ECOPOP – Vereinigung Umwelt und Bevölkerung
Equiterre – Partnerin für nachhaltige Entwicklung
Erklärung von Bern
Fédération romande des consommateurs – FRC
FiBL – Forschungsinstitut für biologischen Landbau
Forum Jugendsession
gibbeco-genosschenschaft information baubiologie
Greenpeace
Grüne Partei der Schweiz
Hausverein Schweiz HVS
Holzenergie Schweiz
INWO – Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung
Minergie – Mehr Lebensqualität, tieferer Energieverbrauch
Mountain Wilderness Schweiz
My Climate
Naturfreunde Schweiz
Oekozentrum Langenbruck
oeku Kirche und Umwelt
PanEco – Stiftung für nachhaltige Entwicklung und interkulturellen Austausch
Pro Natura – Für mehr Natur überall.
Rheinaubund – Schweiz. Arbeitsgemeinschaft für Natur und Heimat
SES – Schweizerische Energie-Stiftung
Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband SEV
SGB – Schweizerischer Gewerkschaftsbund
SKF – Schweizerischer Katholischer Frauenbund
SolarSpar
SP Schweiz
SSES – Schweizerische Vereinigung für Sonnenenergie
SSF – Schweizerischer Schutzverband gegen Flugemissionen
Schweizer Vogelschutz SVS / BirdLife Schweiz
SKS – Stiftung für Konsumentenschutz
Swiss – éole
Swissaid – Hilfe die weiterhilft
SWISSOLAR – das Netzwerk für Wärme und Strom von der Sonne
Travail.Suisse – Dachorganisation der Arbeitnehmenden
UmverkehR – Zukunft inkl.
VBU – Vereinigung Bündner Umweltorganisationen
VCS – Verkehrs-Club der Schweiz
VKMB Kleinbauern-Vereinigung
WWF – for a living planet
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