Energie und Umwelt 4/07: Windenergie
![]() |
|
Inhaltsverzeichnis
Die Schweiz im Aufwind
Seit Jahren boomt die Windenergie – weltweit und insbesondere in Europa. Das Potenzial an sauberem Windstrom ist immens. In der Schweiz war in Sachen Windenergie bisher eher «Flaute». Dank der kostendeckenden Einspeisevergütung
und dem positiven Bundesgerichtsurteil zum geplanten Windpark Crêt-Meuron bläst nun ein frischer Wind. Geeignete Standorte, Pläne für neue Windkraftparks und ein Konzept sind vorhanden. Bis 2012 soll die Produktion von Windstrom versiebenfacht werden.
Windenergie und Landschaftsschutz – ein Widerspruch?
Umwelt-, Natur- und LandschaftsschützerInnen haben ein gemeinsames Interesse:
Sie alle setzen sich aktiv für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen
ein. Ob auch Windräder am Wegrand zur Nachhaltigkeit stehen sollen – darüber scheiden sich jedoch die Geister.
Windkraftanlagen sind moderne Wahrzeichen der Energiewende
Die Windenergiebranche weist eine jährliche Wachstumsrate von zirka 25% auf. Bis 2020 will die Branche pro Jahr um 20 Prozent wachsen – damit kann die Leistung gegenüber heute verfünffacht werden. Ende 2002 waren in der EU 23’057 MW Windenergie installiert. Ende 2006 waren es schon 48’062 MW, das ist mehr als eine Verdoppelung innerhalb von vier Jahren. Weltweit waren Ende 2006 rund 75’000 MW Windleistung installiert. Die Windenergie boomt.
Windstrom aus dem Ausland: Illusion oder Chance?
Vieles spricht für die Nutzung der Windenergie vor den Küsten. Diese Entwicklung
ist aber langwieriger und mit mehr Problemen behaftet als in der ersten Euphorie zu Beginn dieses Jahrzehnts antizipiert.
CO2-Reduktion bei Autos: Sind das ernsthafte Anstrengungen?
Obwohl Klimapolitik in aller Munde ist, werden Verbesserungen im wichtigen Bereich der Fahrzeuge systematisch blockiert.
16 Rohstoffzukunft in der Weltgesellschaft
Der weltweite Ressourcenverbrauch steigt in rasantem Tempo. Welches sind die Instrumente, dieses Wachstum zu bremsen oder gar umzukehren? Können
Rohstoffkonflikte entschärft werden? Kann ein besseres Rohstoffmanagement
Umwelt und Entwicklung dienen? Kurz: Ist ein nachhaltiges globales Ressourcenmanagement möglich oder sind brutale Verteilungskämpfe um die noch verbleibenden Ressourcen unumgänglich?
Atommüll: Ablenken und Verbergen
Heute gibt es noch immer keine langfristig sichere Lösung für die Lagerung der anfallenden Abfälle. An einer internationalen Tagung im Oktober kümmerten
sich «Atommüll-Entsorger» nur um die sozio-politischen Schwierigkeiten.
Damit wird vom eigentlichen Problem abgelenkt: Den für Mensch und Umwelt giftigen Müll werden wir nicht mehr los.
Gibt es die Renaissance der Atomkraft?
Der ausgewiesene Atomenergieexperte Mycle Schneider verstand es, seinem gut hundertköpfigen Publikum mit einer Fülle von Zahlen und Fakten ein ungewohntes Bild der Bedeutung der Atomkraft zu vermitteln. Kurz gefasst seine zwei Kernaussagen: Der Anteil der Atomkraft an der Energieversorgung ist marginal und der AKW-Bauboom existiert nicht.
