Die SES will es wissen: Wie «sicher» lagern die SkandinavierInnen ihren Atommüll?

24. 10. 2006 Das Atommüllproblem ist unlösbar, aber leider ist der Atommüll Realität. Darum ist es wichtig, dass wir maximal verantwortungsvoll mit diesem strahlenden Müll umgehen. Die Schweizerische Energie-Stiftung SES will es wissen, wie die scheinbare Lösung dieses unlösbaren Problems aussieht. Wir haben das Angebot der Nagra angenommen und reisen vom 26. - 28. Oktober 2006 mit nach Schweden und Finnland.
Über viele hunderttausend Jahre muss der hochaktive und gefährliche Atommüll sicher gelagert werden. Die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) ist der Meinung, sie habe dieses Problem technisch gelöst. Sie meint, es sei möglich diesen tödlichen Abfall in einem geologischen Tiefenlager für eine unvorstellbar lange Zeit von der Gesellschaft fern halten zu können.

Sind die Verantwortlichen in Schweden und Finnland auch der Meinung dieses Zivilisationsproblem vollständig im Griff zu haben? Wie sehen die Lagerkonzepte in diesen beiden skandinavischen Ländern aus, wieso wurden Sie so und nicht anders gewählt? Setzen die SkandinavierInnen auf aktive oder auf passive Sicherheit? Wie lange soll ein Lager dort zugänglich und überwacht bleiben? Ist der Atommüll rückholbar? Wer bezahlt die Zeche für wie lange? Wieso will uns die Nagra gerade die Beispiele Schweden und Finnland zeigen, wo doch in diesen beiden Ländern Granit als Gesteinsformation für ein Tiefenlager gewählt wurde. In der Schweiz favorisiert die Nagra hingegen eine Tonformation, den sogenannten Opalinuston. Wie sollen Lagerkonzepte bei einer solch unterschiedlichen Voraussetzung überhaupt miteinander vergleichbar sein?

Uns interessieren diese Fragen, wir wollen ihnen – gerade als eine Organisation die die Nutzung der Atomenergie aus logisch vernünftigen Gründen als verantwortungslos ablehnt – auf den Grund gehen. Und wir werden Ihnen, liebe Medienschaffende nach unserer Rückkehr von der Informationsreise der Nagra von unseren Erkenntnissen in Schweden und Finnland berichten.

SES-Teilnehmer an der Reise der Nagra sind:
Geri Müller, SES-Präsident
und
Bernhard Piller, SES-Projektleiter
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