Stromdebatte: Ständerat verpasst Chance bei der Energieeffizienz
05. 10. 2006 Der Ständerat folgt bei der Förderung der sauberen Stromproduktion dem Nationalrat und bekennt sich zur Einspeisevergütung. Dabei diskriminiert er jedoch die Fotovoltaik und bevorzugt die Wasserkraft. Bei der Energie-effizienz geht er jedoch weniger weit als der Nationalrat und streicht die Effizienzprogramme. Damit verpasst er die historische Chance, der billigsten und umweltverträglichsten Form von Energie zum Durchbruch zu verhelfen.Die Interessen der Kantone und der Energieverkäufer haben sich im Ständerat durchgesetzt. Der Ständerat bekennt sich zwar zur Förderung der erneuerbaren Energien mittels Einspeisevergütung, schafft aber mit der Diskriminierung der Fotovoltaik und der Windenergie ungleich lange Spiesse für die verschiedenen Zukunftsenergien. Das muss der Nationalrat korrigieren.
Gegen die Energieverbrauchszunahme will der Ständerat leider nur verbal vorgehen. Er verpasst es, die nötigen Ziele und verbindlichen Massnahmen zu verabschieden. Mit dem Ziel, „den Endenergieverbrauch bis 2030 lediglich zu stabilisieren“, kapituliert er vor der billigsten Energieform - der Effizienz - und verpasst damit eine volkswirtschaftliche Chance. Bei diesem völlig unambitionierten Ziel verwundert es deshalb nicht, dass er auch keine verbindlichen Verbrauchs-Vorschriften ins revidierte Energiegesetz schreiben will. Demzufolge wird die Stromverschwendung mit Elektroheizungen, unnötig hohen Standby-Verbräuchen und anderen Stromfressern weitergehen. Beispiele dazu in unserem Faktenblatt auf http://www.energiestiftung.ch/files/SES_Effizienz_Factsheet.pdf
Es ist mittlerweile europaweit unbestritten, dass die Senkung des Energieverbrauchs der wichtigste und volkswirtschaftlich günstigste Beitrag zur Füllung der sich abzeichnenden Energielücken darstellt und am meisten zur Versorgungssicherheit beiträgt. Nicht so für den Ständerat.
Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst einerseits das, wenn auch bescheidene Bekenntnis, zur Förderung der erneuerbaren Zukunftsenergien, verurteilt aber andererseits die sträfliche Vernachlässigung der Energieeffizienz scharf.
Die SES fordert den Nationalrat deshalb auf, in der Differenzbereinigung auf ihren Forderungen betreffend Energieeffizienz zu bestehen und in dieser Hinsicht weiter zu gehen.
Weitere Informationen:
Jürg Buri
Geschäftsleiter Schweizerische Energie-Stiftung SES
MOBILE 078 627 84 14, FON 01 271 54 64
Gegen die Energieverbrauchszunahme will der Ständerat leider nur verbal vorgehen. Er verpasst es, die nötigen Ziele und verbindlichen Massnahmen zu verabschieden. Mit dem Ziel, „den Endenergieverbrauch bis 2030 lediglich zu stabilisieren“, kapituliert er vor der billigsten Energieform - der Effizienz - und verpasst damit eine volkswirtschaftliche Chance. Bei diesem völlig unambitionierten Ziel verwundert es deshalb nicht, dass er auch keine verbindlichen Verbrauchs-Vorschriften ins revidierte Energiegesetz schreiben will. Demzufolge wird die Stromverschwendung mit Elektroheizungen, unnötig hohen Standby-Verbräuchen und anderen Stromfressern weitergehen. Beispiele dazu in unserem Faktenblatt auf http://www.energiestiftung.ch/files/SES_Effizienz_Factsheet.pdf
Es ist mittlerweile europaweit unbestritten, dass die Senkung des Energieverbrauchs der wichtigste und volkswirtschaftlich günstigste Beitrag zur Füllung der sich abzeichnenden Energielücken darstellt und am meisten zur Versorgungssicherheit beiträgt. Nicht so für den Ständerat.
Die Schweizerische Energie-Stiftung SES begrüsst einerseits das, wenn auch bescheidene Bekenntnis, zur Förderung der erneuerbaren Zukunftsenergien, verurteilt aber andererseits die sträfliche Vernachlässigung der Energieeffizienz scharf.
Die SES fordert den Nationalrat deshalb auf, in der Differenzbereinigung auf ihren Forderungen betreffend Energieeffizienz zu bestehen und in dieser Hinsicht weiter zu gehen.
Weitere Informationen:
Jürg Buri
Geschäftsleiter Schweizerische Energie-Stiftung SES
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