'Energie & Umwelt' 1/06: Erneuerbare Energien im Aufwind
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Inhalt:
EU-25: Atomgemeinschaft oder grüne Supermacht?
Keine andere politische Kraft hat die erneuerbaren Energien so stark vorangebracht wie die Europäische Union. Nicht alle gesetzten Ziele wurden erreicht. Aber dank steigenden Ölpreisenund sinkenden Kosten stehen die Erneuerbaren vor einem neuen Quantensprung mit exponentiellemWachstum. Doch auch die Atomlobby versucht, ihre Ladenhüter mit neuen imaginären Sachzwängen flott zu kriegen.
Hoher Ölpreis bringt Aufschwung für erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien sind im Aufwind. Mit den steigenden Ölpreisen wachsen die Chancen weiter. Das zeigt ein Blick in die Heizkeller der Schweiz.
Ölfirmen haben Zeichen der Zeit nicht erkannt
Sowohl Ölmultis wie auch kleine schweizerische Mineralölfirmen halten nicht sehr viel von Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz. Investitionen in erneuerbare Energien fliessen bei den Ölmultis spärlich bis gar nicht. Die drei grossen, global wie auch schweizweit (ExxonMobil alias Esso, BP und Shell) repräsentieren zugleich auch drei Richtungen dieser Investitionspolitik. Einzig BP scheint langsam die Gunst der Stunde von Investitionen in erneuerbare Energien zu erkennen.
Energiespeicherung – ein Problem für erneuerbare Energien?
Verschiedentlich hört man, die breite Nutzung erneuerbarer Energien setze neue Technologien für die Speicherung von Energie voraus. Zumindest für Mitteleuropa lässt sich dies jedoch kaum begründen.
Finanzwelt investiert zusehends in erneuerbare Energien
Verschiedene Zeichen deuten darauf hin, dass die Finanzwelt das Geschäft mit Energie aus erneuerbaren Quellen entdeckt hat. Diese Entwicklung ist erfreulich, denn sie ermöglicht dem umweltbewussten Anleger in Firmen zu investieren, die die Erschliessung erneuerbarer Energien vorantreiben.
Schweizer Atommüll ins Ausland?
Der Bundesrat wird dem Nagra-Entsorgungsnachweis für hochradioaktiven Atommüll mit aller Wahrscheinlichkeit Ende 2006 zustimmen. Damit steht der Atomstrom-Lobby der Weg frei für neue Schweizer AKWs. Doch dass der Schweizer Atommüll jemals in der Schweiz endgelagert wird, ist mehr als fraglich. Derzeit laufen intensive Bemühungen für ein internationales Endlager im Ausland respektive in Russland. Die Schweiz und die Nagra mischen an vorderster Front mit.
Grosstechnologie – wer hat wen im Griff?
Am Sonntagmorgen, 11. Dezember 2005, erschütterten mehrere Explosionen, die in einem
Tanklager in der Nähe von London stattfanden, die Gegend so stark, dass es 43 Verletzte gab, dass 2000 Anwohner ihre stark beschädigten Häuser verlassen mussten, dass etwa 200 Feuerwehrleute die Flammen erst nach zwei Tagen unter Kontrolle brachten und ein wirtschaftlicher Schaden in dreistelliger Millionenhöhe entstand. Das alles ist aber nur die Spitze des Eisberges, wie unser Artikel zeigt.
Müssen wir das Klima vor dem Klimarappen schützen?
Die CO2-Emissionen in der Schweiz gehen nicht zurück. Anstelle der gesetzlich vorgeschriebenen CO2-Lenkungsabgabe wird seit letztem Oktober der Klimarappen auf Benzin und Diesel erhoben. Damit sollen 90% der Emissionsreduktion im Ausland erbracht werden. Ist das klimapolitischer Ablasshandel oder ein Beitrag zum globalen Klimaschutz?
SES-Fachtagung, 2. Juni 2006: «Energieperspektiven 2030»
Der weltweite Energiekonsum steigt und steigt. Klimaextreme und klimabedingte Katastrophen nehmen bedrohliche Ausmasse an. Konflikte und Kriege um das schwarze Gold werden schon fast zur Selbstverständlichkeit. Wie wird angesichts der schwindenden fossilen Energiereserven die Welt und die Schweiz im Jahr 2030 ihren Energiebedarf decken?
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