'Energie & Umwelt' 4/04: Pumpspeicherung: Die Mär von der sauberen Wasserkraft
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Inhaltsverzeichnis
Das Geschäft mit der Stromvernichtung
Was hat ein Kohlekraftwerk in Deutschland oder Tschechien mit dem Pumpspeicher-Stausee auf der Grimsel zu tun? Nichts, könnte man meinen. Doch Pumpspeicherkraftwerke in unseren Alpen sind im internationalen Stromgeschäft ein idealer Partner von fossilen Grosskraftwerken. Resultat dieser Partnerschaft: Hohe Gewinne mit hohem CO2-Ausstoss.
Wasserkraftlobby will tiefere Restwassermengen
Obwohl – oder gerade weil – das Gesetz erst zu greifen beginnt, machen die politischen Vertreter der Wasserkraftlobby mächtig Druck auf den Gewässerschutz. Hinter der vordergründig klimapolitischen Argumentation verbirgt sich Eigeninteresse. Die Wasserkraftlobby fordert tiefere Restwassermengen und will die Sanierungsbestimmungen für (Fliess-)Gewässer abschwächen.
Das vergessene Potenzial der Kleinwasserkraftwerke
Im Kleinwasserkraftwerksbereich besteht in der Schweiz ein grosses ungenutztes Potenzial. In den vergangenen Jahrzehnten wurden Hunderte von Kleinwasserkraftwerken stillgelegt. Die Stiftung revita, ein Kompetenzzentrum des Ökozentrums Langenbruck, setzt sich für die Revitalisierung und Energieeffizienz von Kleinwasserkraftwerken ein.
Gegen die Verlochung des Atommülls im Zürcher Weinland
Die Menschen im Zürcher Weinland wollen keinen Atommüll unter ihrem Boden. Dies zeigten fast 2'000 KundgebungsteilnehmerInnen am 12. September 2004 an einer Manifestation von «Klar! Schweiz» auf dem ehemaligen (Bohr-)Platz, an dem die Nationale Genossenschaft für die Endlagerung von radioaktiven Abfällen (Nagra) 1998/1999 Sondierbohrungen durchführte.
«Glaube nicht, dass die Wirtschaft derart klar für den Klimarappen ist»
BFE-Vizedirektor Michael Kaufmann war zu Gast an der dritten SES-Beiratssitzung, um aufzuzeigen, wohin EnergieSchweiz steuert. «Energie&Umwelt» konnte mit dem neuen Leiter von EnergieSchweiz vorab über Prioritäten, Budgetkürzung, CO2-Abgabe und Klimarappen sowie die Erreichbarkeit der energiepolitischen Ziele sprechen.
Muskelprotzen für den Klimarappen
Derzeit läuft die Vernehmlassung zu CO2-Abgabe und Klimarappen. Doch die Meinungen zu den insgesamt vier Varianten sind längst gemacht. Die Erdöl-, Auto- und Wirtschaftslobby und ihre Polit-VertreterInnen wollen unter allen Umständen die CO2-Abgabe verhindern.
Die Einspeisevergütung muss kommen!
Die im neuen Stromversorgungsgesetz vorgesehenen Massnahmen sind zu wenig verbindlich, unklar und greifen zu spät. Die Förderziele sind unambitioniert und bleiben hinter den Zielen unserer Nachbarländer zurück. Die SES fordert vom Bundesrat ein Stromgesetz, das die Bedürfnisse der umweltverträglichen Stromproduktion und der Stromlobby zu gleichen Teilen berücksichtigt.
Heizung und Warmwasser mit weniger Energieaufwand
Nach wie vor werden in unseren Haushalten für Heizung und Warmwasser Unmengen an Heizöl, Erdgas und elektrischer Energie sinnlos vergeudet. Das muss nicht sein: Selbst ohne grundlegende Überholung der Heizungsanlage lässt sich viel Energie und Geld sparen.
«Atome für die Schweiz»
An der ETH in Zürich findet derzeit eine öffentliche Veranstaltungsreihe zur «Geschichte der Kernenergie in der Schweiz» statt. «Energie&Umwelt» besuchte ein Podium mit Zeitzeugen und Historikern sowie eine Veranstaltung zu den Parallelen und Unterschieden der Kernenergie-Geschichte der BRD und der Schweiz.
