Energie und Umwelt - Nr. 1 April 2003: Energieforschung: Signale für den Ausstieg

  • Eine Randregion am Tropf der Atomwirtschaft
  • Energieforschung: Signale auf Atomausstieg
  • Ausstiegspotenzial des Bundes: 15 Atomkraftwerke

Inhaltsverzeichnis


Eine Randregion am Tropf der Atomwirtschaft
Dem unteren Aaretal geht es schlecht. Firmen und Schulen schliessen, Familien wandern ab. Die Region hat sich dreissig Jahre lang voll auf die Atomwirtschaft verlassen und ihre wirtschaftliche Entwicklung verschlafen.

Energieforschung: Signale auf Atomausstieg
Die Energieforschungskommission des Bundes CORE setzt in ihrem neusten Konzept die Signale in Richtung Atomausstieg. Der ETH-Rat hat im Auftrag der Atomlobby interveniert. Ohne Erfolg!

Ausstiegspotenzial des Bundes: 15 Atomkraftwerke
Laut Bundesamt für Energie (BfE) beträgt das addierte Ersatzpotenzial für die fünf Schweizer Atomkraftwerke über 80 000 GWh. Dies entspricht mehr als der dreifachen Atomstromproduktion der fünf Atomkraftwerke in der Schweiz.

Präsident der Energieforschungskommission CORE redet Klartext
CORE-Präsident Hans-Rudolf Zulliger im ENERGIE & UMWELT-Interview: "Die Atomenergie mit den radioaktiven Abfällen, welche über eine sehr lange Zeit gelagert werden müssen, ist weit davon entfernt, das Kriterium der Nachhaltigkeit zu erfüllen."

Quer durch alle Parteien: PolitikerInnen für den Atomausstieg
Auch in der CVP und FDP gibt es PolitikerInnen, die den Ausstieg aus der Atomenergie fordern. Insbesondere Frauen treten mit handfesten Argumenten für die beiden Initiativen "Strom ohne Atom" und "Moratorium Plus" an.

Der tatsächliche Preis des "billigen" Atomstroms
Eine betriebsökonomische Analyse der Produktionskosten der Schweizer Atomkraftwerke führt zu einem nüchternen Fazit: Atomstrom kostet doppelt so viel, wie die AKW-Betreiber immer behaupten.

Klimaschutz: Fragwürdige Argumente der AKW-Betreiber
Die AKW-Betreiber behaupten: Atomstrom schützt das Klima. Der ETH-Physiker Rüdiger Paschotta nimmt diese Aussage unter die Lupe und folgert: Das Argument ist reichlich fragwürdig und eher zur Rettung der Atomenergie gedacht.

Small ist Profitable: Grosskraftwerke adieu!
Amory B. Lovins kommt in seiner Studi zum Schluss, dass die dezentralen Kraftwerke einen zehnmal höheren Wert haben wie die Grosskraftwerke. Kleinstturbinen, Solarzellen, Brennstoffzellen, Windturbinen werden zu ernsthaften Konkurrenten.

Grün gewinnt! Das neue Buch von Ruedi Rechsteiner
Wir nähern uns einer historischen Wende. Die Zeit des billigen Erdöls geht zu Ende. Schon im laufenden Jahrzehnt wird die weltweite Ölförderung sinken. Der Trend ist klar: Windstrom und Solartechnik sind ausgezogen, die Welt zu erobern.

ENERGIE & UMWELT zeigte Wirkung: BWG revidiert das Wasserkraft-Papier
Der ENERGIE & UMWELT-Artikel "Angriff auf die Wasserzinse: Die Ruhe vor dem Sturm" im ENERGIE & UMWELT 4/2002 zeigte im Bundesamt für Wasser und Geologie (BWG) Wirkung. Das zitierte BWG-Papier "Zur Situation der Wasserkraftnutzung" wurde eiligst revidiert.
Ähnliche Beiträge:
Energie und Umwelt 4/06: Neue AKW - Retter fürs Klima oder Auslaufmodell?
'Energie & Umwelt' 1/06: Erneuerbare Energien im Aufwind
'Energie & Umwelt' 4/05: Das Atommüllproblem ist unlösbar
'Energie & Umwelt' 3/05: Heizen ohne Erdöl
'Energie & Umwelt' 2/05: 30 Jahre Kaiseraugstbesetzung
No new comments allowed (anymore) on this post.