Energie und Umwelt - Nr. 4 Dezember 2002: Atomlobby gegen Bergkantone: Wasserzinse unter Druck
- Höhere Grimsel-Staumauer: Klimapolitisches Eigengoal
- Angriff auf die Wasserzinse: Die Ruhe vor dem Sturm
- Interview mit dem Glarner Regierungsrat Pankraz Freitag
Inhaltsverzeichnis:
Höhere Grimsel-Staumauer: Klimapolitisches Eigengoal
Die Kraftwerke Oberhasli AG (KWO) wollen den Grimselstausee vergrössern. Dafür versuchen sie die Umweltorganisationen mit Ausgleichsmassnahmen zu ködern. Die SES findet: Das Projekt ist ein klimapolitisches Eigengoal.
Angriff auf die Wasserzinse: Die Ruhe vor dem Sturm
Die Strom- und Atomlobby sowie das Bundesamt für Wasser und Geologie stellen offen die Wasserzinse in Frage. An der ETH läuft eine Studie zur Flexibiliserung der Wasserzinse. Doch die Gebirgskantone machen gute Mine zum bösen Spiel.
Interview mit dem Glarner Regierungsrat Pankraz Freitag
Pankraz Freitag, Regierungsrat des Kantons Glarus und Präsident der Regierungskonferenz der Gebirgskantone, nimmt Stellung zu den Atom-Initiativen und zu den aktuellen Angriffen auf die Wasserzinsen.
Atomausstieg: Gebirgskantone machen traurige Falle
Die Strompolitik der Gebirgskantone, allen voran Graubünden, ist chaotisch. Einerseits will das Bündner Stromunternehmen Rätia Energie seinen Atomstrom abstossen, anderseits fährt der Kanton Graubünden einen extrem atomfreundlichen Kurs.
Kombination von Atom- und Wasserkraft führt in die Sackgasse
Die schweizerische Energiepolitik setzt bis heute auf die Kombination von Wasser- und Atomkraftwerken. Dabei wird die Wasserkraft durch Quersubventionen stark belastet. Es wird Zeit für einen grundlegenden Richtungswechsel.
So lassen sich die Atomkraftwerke ersetzen
Man braucht keine Rechenkünstlerin zu sein, um zu zeigen, dass der Schweizer Atomstrom ersetzt werden kann durch Massnahmen im Effizienzbereich sowie durch die verstärkte Förderung und Nutzung der erneuerbaren Energien.
Der Atomausstieg stärkt die Alpenkantone
Das Ja zu "Strom ohne Atom" bringt den Alpenkantonen wirtschaftliche und ökologische Vorteile: Fünf Argumente für mehr Arbeitsplätze, höhere Wasserzinsen, mehr sprudelnde Bergbäche und Demokratie bei Atommülllagern.
Atommüllproduktion stoppen statt Kantone entmachten
Das Nein zum Sondierstollen für ein Atommülllager im Wellenberg hat Folgen. Statt endlich die Atommüllproduktion zu stoppen, sollen jetzt die Kantone entmachtet werden. Das ist eine Steilvorlage für die Volksinitiative "Strom ohne Atom".
Wellenberg: Chronologie eines angekündigten Debakels
Nach dem Nein zu einem Sondierstollen im Wellenberg übt sich die Politik im Schwarzpeter-Spiel. Schuld an diesem Fiasko seien die "Atomgegner". Eine Chronologie der Ereignisse zeigt, wie es zum Debakel am Wellenberg kam.
Nach dem EMG-Nein: Ökologische und soziale Leitplanken setzen
Trotz breiter Allianz der BefürworterInnen hat das Volk das Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) abgelehnt. Jetzt heisst die Devise: Gutes verbessern, Schlechtes ersetzen! Ökologische und soziale Leitplanken müssen gesetzt werden.
Atomrisiko: Versicherungen sind überfordert
Der Bund und die Bevölkerung tragen die vollen Risikokosten eines Atomunfalls. Diese Subventionierung ist unhaltbar.
Die Kampagne kommt ins Rollen
Noch ein halbes Jahr bis zum voraussichtlichen Abstimmungstermin zu den Initiativen "Strom ohne Atom" und "MoratoriumPlus": Die heisse Phase für die Kampagne zum Atomausstieg beginnt. Freiwillige können sich melden.
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