Energie und Umwelt - Nr. 4 Dezember 2000: Aargauer AKW-Front bröckelt
- Die Aargauer AKW-Front bröckelt
- Jetzt haben die energiepolitischen Bremser das Wort
- ETH-Professor Eberhard Jochems Appell an die Wirtschaft
Inhaltsverzeichnis
Die Aargauer AKW-Front bröckeltIm Atomkanton Aargau stimmten die beiden grössten Städte Aarau und Baden für die Grundnorm und die Förderabgabe. Die freie Journalistin Veronica Bonilla Gurzeler suchte nach Gründen dieses überraschenden Ergebnisses, das bis jetzt niemand zu Kenntnis nahm.
Jetzt haben die energiepolitischen Bremser das Wort
"Wir sind eine virtuelle Organisation," sagt Max Zürcher, der Geschäftsführer der neugegründeten Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) treffend. Der frühere Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung hat eine schwierige Mission. Er muss der Wirtschaft das Energiesparen predigen.
ETH-Professor Eberhard Jochems Appell an die Wirtschaft
"Der Vorort sollte die Klimapolitik als eine Chance zur Innovation sehen," appelliert Professor Eberhard an die Selbstinteressen der Wirtschaft. Die Schweizer Wirtschaft werde das Nachsehen haben, wenn sie nicht auf den rollenden Innovationszug aufsteige.
Schweizerische Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.)
Die Schweizerische Agentur für Energieeffizienz (S.A.F.E.) ist ein 'Kind' der SES. Vor zweieinhalb Jahren gegründet, ist die S.A.F.E. eine Erfolgsgeschichte, wie auf freiwilliger Basis Strom gespart werden kann. Gleichzeitig wird die SES auf der politischen Ebene weiterhin Dampf machen.
Bei der Stromeffizienz hat Energie 2000 total versagt
Bereits 1985 zeigten Experten ein grosses Optimierungspotential beim Strom auf. Doch die Erkenntnisse der Experten konnten sich nicht breit durchsetzen.Die Gesamtbilanz ist ernüchternd: 1999 war der Stromverbrauch in der Schweiz 29 Prozent höher als 1984.
www.topten.ch: Die besten Geräte auf einen Blick
Seit September 2000 sind unter www.topten.ch die besten Geräte und Autos zu finden. Entstanden ist die Homepage aus der Zusammenarbeit von S.A.F.E. und dem KonsumentInnenmagazin "saldo" mit der Unterstützung des Bundesamtes für Energie (BFE), des Elektrizitätswerkes Zürich (ewz), dem VCS und dem WWF.
Pierre Fornallaz skizziert den Weg ins solare Zeitalter
Die solare Kultur der Nachhaltigkeit ist kein rot-grünes Hirngespinst, sondern eine unausweichliche Notwendigkeit. Langfristig muss aus unserer 5,7 KW-Gesellschaft eine 2 KW-Gesellschaft werden. Ein Viertel des verbleibenden Energieverbrauchs wird aus fossilen Energien stammen, drei Viertel wird die Sonne liefern.
Hans-Luzius Schmid und Conrad U. Brunner im Streitgespräch
Die Schweiz muss ihren CO2-Ausstoss in den nächsten 10 Jahren um 10 Prozent senken. "Jetzt ist der Tatbeweis der Wirtschaft gefragt," spielt BFE-Vizedirektor Hans-Luzius Schmid den Ball an die Bremser zurück. SES-Stiftungsrat Conrad U. Brunner fordert endlich eine härtere Gangart des Bundes.
SES-Stiftungsrat Jürg Nipkow gewinnt "prix eta"
Der Elektroingenieur Jürg Nipkow hat für seine Mikro-Umwälzpumpe MC 10 den begehrten Preis "prix eta" gewonnen. Die SES hat bereits vor vier Jahren über die hocheffiziente Pumpe berichtet und gratuliert Nipkow zu seinem Erfolg.
Durchleitungstarife: Kein Heimatschutz für Atomstrom
Eine Expertengruppe des Bundes, in dem die Stromlobby den Ton angibt und die Umweltorganisationen fehlen, will mit unhaltbaren Durchleitungstarifen den Atomstrom schützen und die effizienten und erneuerbaren Energien bestrafen.
Aufsteller: In Schindellegi gewinnt gegen Stromlobby
Absteller: Tschernobyl-Tote verharmlost
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