'Energie & Umwelt' 1/00: Strommarktöffnung rollt

  • Die SBB auf den Spuren der Atomlobby
  • Grenzwerte für Elektrosmog sind zu hoch
  • Rasche Öffnung des Strommarktes für alle

Inhaltsverzeichnis

Die SBB auf den Spuren der Atomlobby
Die früheren SBB-Verantwortlichen haben sich mit ihren Prognosen zum Strombedarf massiv verrechnet. Entgegen der Kritik auch von der SES folgten die SBB-Bosse den Ratschlägen der Atomlobby. Heute zahlen wir alle die gigantischen Stromüberschüsse gemäss dem bekannten System "Emmentaler Käse".


SBB-Dogmen müssen fallen
Das Stromfiasko der SBB ist hausgemacht und lässt sich nur überwinden, wenn Dogmen fallen: Statt zentrale Kraftwerke braucht es jetzt flexible, dezentrale Werke; Freileitungen gehören vermehrt in den Boden und müssen dem übrigen Stromnetz gekoppelt werden.


Grenzwerte für Elektrosmog sind zu hoch
Der Bundesrat hat Grenzwerte für Elektrosmog beschlossen, welche immer noch zu hoch sind. Wirtschaftliche Interessen wurden einmal mehr höher gewichtet als die Gesundheit der Menschen.


Rasche Öffnung des Strommarktes für alle
Mit einer raschen Öffnung des Strommarktes hat der teuere Atomstrom keine Chance. Der Ausstieg nach 30 Jahren Betriebszeit muss deshalb im Elektrizitätsmarktgesetz festgeschrieben werden. Nur dann bekommen die AKW-Betreiber Geld für ihre gestrandeten Milliarden


Interview mit dem Wasserkraftexperten Alfred Rey
Der Wasserkraftexperte und Finanzdelegierte des Kantons Wallis, Alfred Rey, spricht sich für eine rasche und breite Öffnung des Strommarktes aus, verbunden mit einer Energieabgabe. Die Atomspezialisten beim Verband Schweizerischer Elektrizitätswerke (VSE) ärgert sich "grün und blau."


Rein buchhalterische Trennung führt zu Subventionen
Eine rein buchhalterische Trennung von Produktion und Netz genügt bei weitem nicht. Es wird zur Subventionierung von unrentablen Kraftwerken durch versteckte Netzgebühren kommen.


SP-Nationalrätin Ursula Wyss zur Verkehrshalbierung
1999 war das Jahr der extremen Schneefälle, massiver Überschwemmungen und eines Jahrhundertorkans. An dieser Entwicklung ist auch der übermässige Strassenverkehr beteiligt. Eine Verkehrshalbierung ist deshalb ein Schritt in die richtige Richtung.


Energie 2000 plus: Jetzt braucht es Nägel mit Köpfen!
Das zehnjährige Programm Energie 2000 geht im September 2000 zu Ende. Die gesetzten, sehr moderaten Ziele werden voraussichtlich nicht erreicht. SES-Stiftungsrätin Giuse Togni fordert für das Folgeprogramm massive Kurskorrekturen.


Zwei ökologische Unternehmen setzen Zeichen
Die Firma ecopower solutions ag in Biel kommt mit einem Mini-Blockheizkraftwerk auf den Markt und die Firma Flumroc in Flums zeigt, wie man für einen Industriebau die Sonnenenergie und die Abwärme optimal nutzt.


Stellungnahme der SES zum Expertenbericht "Entsorgungskonzepte"
Die Expertenkommission Entsorgungskonzepte (EKRA) des Bundes hat zentrale Anliegen der SES in ihren Bericht aufgenommen, insbesondere die Forderung nach Kontrollierbarkeit und Rückholbarkeit.
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